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Category: Mixing

Meine neue Serie startet heute!

 

Hi,

Diesen Monat ist es wieder soweit. Ich starte meine neue Mega Serie 26 Tipps in 28 Tagen. Ab heute findest du jeden Tag ein neues Video mit einem Quick Tipp auf meinem Youtube Kanal. Nachdem ich mich in der letzten Serie hauptsächlich verschiedenen Mixing Tipps gewidmet habe, Beleuchtung ich in dieser Serie auch immer wieder mal das Thema Arranging.

Viele Mischer lassen diesen Punkt oft unter den Tisch fallen. Dabei ist der Mixing Prozess durchaus auch ein Arranging Prozess. Das bedeutet auch du als Mischer kannst ins Arrangement eingreifen, indem du zum Beispiel Kontraste schaffst. Kontraste in einem Song sind sehr wichtig um den Spannungsbogen aufrecht und damit den Zuhörer bei der Stange zu halten. Kontraste werden meistens in den einzelnen Songparts erzeugt. Wenn du feststellst dass der 2. Vers sehr ähnlich oder gar gleich wie der 1. Vers klingt, kann es ein gutes Stilmittel sein ein Element stumm zu schalten, ein neues dazu zu bringen oder ein Element anders, beispielsweise durch Bilder, anders klingen zu lassen.

Selbst neue Ideen in einen Song einzubringen, wird meist sehr positiv aufgenommen

Wenn du selbst Musiker bist und dir fällt eine Idee zu dem Song ein, den du mischst, kannst du natürlich auch selbst etwas dazu einspielen. Streicher, Bläser, Percussions oder eine zusätzliche Gitarre. Ich selbst mache das oft wenn ich für Kunden mische und zeige es den Künstlern dann. Das hat den großen Vorteil, dass du somit aus der Masse herausstichst und die Band oder der Künstler merkt dass du dich wirklich für seinen Song interessierst und deine Sache ernst nimmst. In 90% der Fälle wird so etwas sehr positiv aufgenommen und du wirst dem Künstler besser in Erinnerung bleiben als die anderen Audio Engineers, die den Song einfach “nur” gemischt haben. Sollte es dem Kunden nicht gefallen ist die Spur auch schnell wieder gelöscht. Probier`es aus und du wirst den positiven Effekt schnell bemerken.

Jetzt geht’s aber los mit Teil Nummer eins meiner Serie, ind dem wir uns mit dem richtigen Komprimieren des Basses beschäftigen. Viel Freude & Spass mit meiner neuen Serie!

Kennst du deine DAW? Kluge Projektnavigation ermöglicht schnelleres Arbeiten

Kennst du alle Funktionen in deine DAW? Sicher nicht. Ist das schlimm? Nein, überhaupt nicht. Aber nur solange du die anderen 20% der Funktionen perfekt kennst, die du für deine Arbeit brauchst.

Effektives Arbeiten wird immer wichtiger

Ich hatte in meiner Zeit als Studiomusiker viel Zeit verschiedenen Audio Engineers über die Schulter zu schauen. Was mir dabei aufgefallen ist, ist dass viele, zumindest meiner Meinung nach, völlig ineffektiv und chaotisch arbeiten. Sie haben kein Prinzip, keine effiziente Methodik. Dadurch arbeiten sie wesentlich langsamer als sie eigentlich könnten. Und schnelles Arbeiten wird immer wichtiger, auch in der Tontechnik. Eine Methode, wie du deinen Workflow wirklich massiv verschnellern kannst, möchte ich dir heute vorstellen:

 

In jeder ordentlichen DAW kannst du  eigene Navigationsbefehle  festlegen

Schnell in deinem Projekt hin-und her navigieren zu können ist für Songwriter, Arrangeure und Mixing Engineers gleichwichtig. Jeder kennt die Situation, in der er eine bestimmte Stelle des Gitarrensolos wieder und wieder abhören, bzw. loopen möchte um an dieser Stelle zu arbeiten. Hier kann man mit regionbasierter Navigation schon viel erreichen. Du könntest dir z.B. einen Befehl erstellen, mit dem du ab dem Beginn einer markierten Region das Playback startest und dir diese bestimmte Stelle auch gleich automatisch loopen lässt. Lege dir also unbedingt eigene Navigationsbefehle fest und kenne sie. Du wirst feststellen wieviel schneller du dich auf einmal in deinem Projekt hin- und herbewegen kannst ohne umständlich mit der Maus oder irgendwelchen Zoom-Befehlen herum zu fummeln.

 

Projekt Marker sind eine echte Waffe

Ich selbst navigiere am liebsten über Marker. In so ziemlich allen Programmen zur Audiobearbeitung kannst du Marker für dein Projekt erstellen. Meist ist die Marker Zeile ganz oben im Arrangierfenster. Mit ihnen markierst du die einzelnen Songparts, wie z.B. Vers, Refrain, Zwischenteil, usw. Oft ist es möglich eigene Marker basierte Navigationsbefehle zu erstellen, das heißt du kannst dir Shortcuts festlegen, über die du zu bestimmten Songteilen springen kannst. Wenn du z.B. im ersten Vers bist, aber jetzt zur Bridge möchtest, springst du mit diesen Befehlen blitzschnell an den anderen Songpart. Du musst also nicht erst blind zu der gewünschten Stelle navigieren, wodurch du unendlich viel Zeit verlieren würdest.

Ich mag Marker deswegen so, weil man in den allermeisten Fällen tatsächlich einen bestimmten Songpart sucht oder bearbeiten will. Die Marker bringen dich somit blitzschnell ans Ziel. Noch ein Tipp, was Marker betrifft: Stell dein Projekttempo immer auf das Tempo ein, mit dem der Song tatsächlich aufgenommen wurde. Somit sitzen deine Marker sauber und taktgenau im Raster des Arrangierfensters.

Ein Video zum Thema gibt’s auf Youtube:

Wie du dein Low-End unter Kontrolle behältst

Unausgewogenheiten im Low-End, also in den Tiefmitten, Bässen und Sub-Bässen können in deinem Mix zu Problemen führen. Er kann dumpf, verwaschen und intransparent klingen. Ich zeige dir heute 5 Möglichkeiten, wie du dein Low-End optimal auf Herz und Nieren prüfen kannst.

Tipp 1
Höre deine tiefen Frequenzbänder separat ab

 

Um zu hören “was unten abgeht” kannst u dir einfach einen EQ in deinen Stereo Out laden und einen Lowpass Filter bei ca. 170 Hz setzen.

Jetzt hörst die tiefen Bereiche deines Mixes separiert und kannst schon überprüfen, ob du hierbei auf Ungereimtheiten stößt.

Falls du einen Spectrum Analyzer hast kannst du mit diesem auch visuell prüfen, ob dir besonders starke Peaks auffallen oder gegebenenfalls einen Referenzmiz zum Abweichen darüber legen.

 

 

Tipp 2
Check deine Reverbs

Oft wird vergessen, dass auch Reverbs, insbesondere die mit sehr langen Hallfahnen, einen Mix verwaschen oder dumpf klingen lassen können. Hör deswegen immer auch deine Kanalzüge, in die du Verbs geladen hast separat ab un bearbeitete diese gegebenenfalls mit EQ. Einen guten Startpunkt hierbei bietet der Abbey Road Reverb Trick.

Tipp 3
Hör deinen Mix auch über Kopfhörer ab

Mischen mit Kopfhörern hat Nachteile, dennoch ist es ratsam deinen Mix  immer wieder mal über Headphones abzuhören. Diese haben dern entscheidenden Vorteil, dass sie keine Raumeffekte deines eventuell schlecht optimierten Abhörraumes  mit wiedergeben. So kannst du dein Low-End abhören ohne dass die Bässe von Reflexionen von Wanden oder Böden beeinflusst werden.

Tipp 4
Klopfe deinen Mix auf Phasenprobleme ab

Auch Phasenprobleme können zu Ungereimtheiten und verwaschenem, laschen Sound im Low-End führen. Überprüfe deinen Mix daher immer sorgfältig auf Phasenprobleme. Diese entstehen meist bei miteinander korrelierenden Spuren, beispielsweise bei den Drums. Diese werden mit mehreren Mikrophonen abgenommen, die sich gegenseitig übersprechen, was gerne zu Phasenungereimtheiten führt.

Tipp 5
Optimiere deine Abhörumgebung

Es ist natürlich sehr schwer in einem Schlafzimmer oder einem Hobbyraum eine optimale Abhörumgebung zu schaffen. Dennoch gibt es Möglichkeiten die Akustik zu verbessen und sei es nur, dass du Fenster oder andere glatte Flächen, die viele ungewollte Reflexionen erzeugen, zumindest mit einer dicken Wolldecke zuhängst. Auch Bassfallen, Absorber und Diffuseren gibt es immer wieder mal günstig gebraucht zu kaufen.

Zum praktischen Teil mit Video geht’s hier:

 

Der blinde Bypass-Trick

Kennst du das auch? Du mischt seit Stunden und und deine Kanalzüge quellen vor Plugins nur so über. Du hast die teuersten Plugins, die du dir gekauft hast benutzt und nach einer kleinen Mischpause hörst du dir deinen Mix erneut in moderater Lautstärke an. Nur um dann enttäuscht festzustellen, dass dein Mix nicht wirklich besser, aber viele lauter klingt als zuvor, ohne Bearbeitungen.

Ein schlechter Mix trotz vieler Edelplugins?
Leider ein Phänomen, dass nur allzu oft auftritt. Der Grund?….liegt meistens darin, dass die betreffenden Plugins ohne groß Nachzudenken geladen werden. Was teuer ist, muss gut klingen. Und das tut es meist auf den ersten Blick, Verzeihung Hör….auch. :-).Wo aber liegt dann der Grund, dass viele Mixe trotz massiver Bearbeitung am Ende einfach nur auseinander fliegen? Ganz einfach:

Die meisten Plugins machen deine Tracks zunächst einmal lauter
Und was lauter ist, empfinden unsere Ohren zunächst einmal als “besser”. Dazu sind viele Test gemacht worden. Viele Plugins, die wir kaufen haben eine Auto-Gain Funktion, das heißt, wenn ihr das Plugin ladet, wird euer Track automatisch erst mal lauter, egal, ob das im Mischkontext nun Sinn macht oder nicht. Somit lassen wir uns aber auch automatisch von unseren Ohren austricksen, die ja “lauter” zunächst mal gleichsetzen mit “besser”

Was ist die Lösung des Problems?
Um dieses Problem zu lösen, gibt es einen einfach Trick: Den blinden Bypass-Test. Und der funktioniert so: Zunächst einmal ladet ihr euer Plugin, beispielsweise einen Kompressor,  in den Kanalzug. In den meisten Fällen wir euer Track dadurch….? Genau:…lauter! Das passiert oftmals durch die Autogain Funktion oder bei voreingestellten Preset. Jetzt müsst ihr die Lautstärke bei eingeschaltetem Plugin so anpassen, dass es ungefähr gleichlaut ist wenn das Plugin ausgeschaltet ist.

Danach schließt du deinen Augen und drückst so oft den Bypass Button deines  Plugins, bis du nicht mehr weißt, ob es aus oder an ist.  Lasse deine Augen geschlossen und lass deinen Track laufen (in den meisten DAW`s geht das über die Leertaste, die solltest du blind auch finden ;-)) Drücke jetzt den Bypass Button deines Plugins und vergleiche den Klangcharakter des Tracks nur mit den Ohren. Stoppe  die Wiedergabe, wenn du eine Entscheidung getroffen hast. Öffne die Augen. Und? Ist das Plugin an oder aus? Wenn du die Version besser fandest, bei der dein Plugin auf Bypass war, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass das Plugin deinen Brach nicht wirklich verbessert.

Zu verwirrend? Auf meinem Youtube Kanal gibt’s das Video mit praktischem Beispiel:

3 Vorteile, die du mit richtigem Gain Staging für deinen Mix erreichen kannst

Was ist Gain Staging?

Unter Gain Staging versteht man das richtige Ausbalancieren der Eingangspegel deiner Audiosignale BEVOR sie in deinen Kanalzug gespeist werden. Hierbei muss man wissen, dass Volume und Ein zwei unterschiedliche Dinge sind. Während du mit deinem Volume Fader im Kanalzug die absolute Lautstärke deines Signals einstellen kannst, lehnt du mit dem Eingangspegel, respektive Gain die Lautstärke fest, mit der das Signal beispielsweise in deine Plugins gespeist wird.

 

Richtiges Gain Staging bietet dir drei entscheidende Vorteile

 

  1. Vermeide, dass dein Mixbus übersteuert
    Wenn die Eingaspegel deiner Audiosignale zu heiß gefahren werden, kann es schnell passieren, dass dein Mixbus, bzw. Stereo Out übersteuert. Oftmals hilft es hier die Eingangssignale aller oder der meisten Spuren beispielsweise um 10dB zu reduzieren.
  2. Optimiere den Pegel, mit dem deine Plugins gespeist werden
    Viele Plugins, insbesondere solche die analoge Hardware emulierten haben ihren Sweet Spot bei um die -18dB. Gain Staging ist eine sehr gute Möglichkeit das entsprechende Audiosignal so einzustellen, dass es in ungefähr mit diesem Pegel in das Plugin gespeist wird. Die Gesamtlautstärke des Signals kannst du dann über Makeup Gain, bzw. über deinen Volume Regler im Kanalzug wieder anpassen.
  3. Optimieren der Volume Faderposition
    Es ist zwar nichts Besonderes wenn dein Volumefader im Kanalzug irgendwo bei -24dB rumlungert, allerdings ist das Problem hierbei, dass, je weiter der Volumeregler von 0dB entfernt ist, desto ungenauer wird die Auflösung. Befindet sich der Volume Regler also bei besagten -24 dB kann es schwierig werden genaue Lautstärkeeinstellungen vorzunehmen, weil schon kleinste Bewegungen des Faders Lautstärkeunterschiede von mehreren dB erzeugen. Deswegen ist es von Vorteil wenn deine Volume Fader möglichst nah an 0dB sind, damit du präzise Lautstärkeeinstellungen vornehmen kannst.Schau dir mein Video zum Thema Gain Staging auf youtube an: