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Category: Blog

Der Kopfhörer, oftmals die (fast) einzige Abhörmöglichkeit für Homerecordler

Wenn ein Hobby-Homestudio, so wie bei mir, in einem kleinen 15 qm Meter Raum irgendwo  in die Ecke gequetscht steht, braucht man nicht mehr über optimale Abhörmöglichkeiten, schicke Diffusoren und schweineteure Absorber zu reden. Eine optimale Abhörmöglichkeit wird es in einem solchen Raum nie geben und professionelle Möglichkeiten zur Bedämpfung des “Regieraumes”, der oft Aufnahme-, Abhör und Schlafraum in einem ist, können wir Hobbymischer uns eh nicht leisten.

 Trotzdem gibt es auch für uns preiswerte Möglichkeiten und Tricks eine einigermaßen ordentliche Abhörsituation zu schaffen. Die erste liegt auf der Hand. Wenn wir eine miserable Raumakkustik haben gibt es eine einfache Möglichkeit diese zu umgehen und die heißt:
 Mischen mit dem Kopfhörer

Kopfhörer haben nämlich im Gegensatz zu Lautsprechern, bzw. Nahfeldmonitoren ein paar entscheidende Vorteile. Wenn wir unseren Mix mit dem Kopfhörer anhören eliminieren wir die schlechetn Soundeigenschaften unseres Raumes einfach. Desweiteren sind Kopfhörer in ihrerer Soundqualität Studiolautsprechern nicht unbedingt unterlegen, der größte Vorteil für uns aber ist: Es gibt auch schon in günstigeren Preislagen amtliche Modelle. Klingt verführerisch. Doch wo es Vorteile gibt, gibt es leider meistens auch immer Nachteile, so auch beim Mischen mit dem Kopfhörer. Der entscheidende Nachteil in diesem Fall ist, dass Kopfhörer die Stereosignale nicht optimal abbilden. Im Gegensatz zur Lautsprecherwiedergabe werden die Stereosignale nicht mittig vor dem Kopf, sondern direkt im Kopf lokalisiert, das hat unter anderem zur Folge, dass die Mischungen als breiter wahrgenommen werden als sie tatsächlich sind. Ein weiterer Nachteil ist die festgelegt Norm für Kopfhörer. Diese lässt recht weite Toleranzen zu, deswegen klingen Kopfhörer von Hersteller zu Hersteller oft sehr unterschiedlich.

 Jetzt haben wir ein Problem: Beim Mischen mit dem Kopfhörer umgehen wir zwar unseren schlechten Raumklang, können aber Probleme bei der Wahrnehmung der Stereobreite des Mixes bekommen, außerdem gewöhnen wir uns recht schnell an den Klang unseres Kopfhörers und wenn wir seinen Sound mögen, kann es sein dass wir die Schwächen in unserem Mix nicht richtig erkennen, weil sie uns schön gespielt werden. Für sauteure Nahfeldmonitore oder die Vermessung und Optimierung unseres Raumklangs durch einen Raumakkustiker fehlt uns aber die Kohle. Was also tun? Die Lösung  für mich und auch einige andere ist:
 Mischen mit Kopfhörern und erschwinglichen Monitoren bei moderater Lautstärke
 Das bedeuetet ich wechsle immer zwischen beiden Abhörmöglichkeiten hin-und her, während ich den Löwenanteil der Mischarbeit mit dem Kopfhörer erledige. Ich habe recht preiswerte Monitore, auf denen ich auch nur in sehr moderater Lautstärke abhöre. Warum? Je leiser man über seine Monitore abhört, desto weniger Rauminformation (die in einem schlecht klingenden Raum den Mix verfälschen würde) bekommt man mit. Somit kann ich über die Monitorboxen die Stereobreite des Mixes richtig wiedergeben und über den Kopfhörer lauter abhören, Einzelspuren bearbeiten usw. Ich höre aber regelmäßig auf meinen Monitoren gegen, weil über einen Kopfhörer grundsätzlich immer alles ein wenig besser klingt. Wenn der Mix dann fertig ist, höre ich ihn noch einem extrem leise (um die -8 oder -10 dB) an und achte vor allem darauf, dass ich die wichtigsten Elemente sauber raushören kann, will heißen die Vocals sind weit genug vorne und ich kann die Bass und Snare Drum deutlich grooven hören.

Tools zur Dynamikbearbeitung Teil 1: Der Limiter

Wenn es um Dynamikbearbeitung im Mix geht greifen viele meist zum Kompressor. Aber Dynamikbearbeitung ist nicht nur Kompression. Doch nicht immer ist de Kompressor für diesen Zweck der Audiobearbeitung die erste Wahl. Neben ihm gitb es noch viele weitere Spezialisten um in die Dynamik eines Mixes einzugreifen. Ein paar davon möchte ich in einer kleinen Serie vorstellen:

 Der Limiter

Der Limiter ist der wohl engste Verwandte des Kompressors und auch seine Funktionsweise unterscheidet sich nicht wesentlich von der eines Kompressors.  Lediglich der Stärkegrad der Kompression und die Auswirkung auf das akustische Material sind beim Limiter etwas verschieden.

Aufgaben

Wie der Name schon sagt ( Limiter=Begrenzer) hat dieses Tool die Aufgabe, den Pegel eines Audiosignals so zu reduzieren, dass der Pegel ab einer bestimmten Lautstärke  begrenzt wird, also nicht mehr lauter werden kann. Es ist sozusagen ein gandenloser Lautstärkenbegrenzer, der keine Pegelspitzen mehr über den eingestellen Wert passieren lässt. Im Gegensatz zum Kompresser werden Pegelspitzen, die sich nahe an dieser “Grenze” bewegen nicht wie bei einem Kompressor in einem relativen Verhältnis heruntergeregelt, sondern schlichtweg am lauter werden gehindert. Hier sprcht man oft auch von Brickwall-Limiting.

 Parameter

Auch die Parameter des Limiters unterscheiden sich nicht grundlegend von denen des Kompressors, allerdings sind einige in ihrem Wert nicht frei einstellbar sondern fixiert (z.B. die Ratio & die Attack Zeit).  Vereinfacht könnte man sagen, dass der Limiter ein sehr spezieller Kompressor mit einer meist voreingesetllten seh hohen Ratio (mindestens 10:1, eher 20:1) und einer ultrakurzen Attack-Zeit (weit unter 1ms) um die Pegelspitzen sofort und noch vor dem Überschreiten des eingestellten Schwellwertes abfangen zu können.

 Anwendungsbeispiele

Eines der wichtigsten Anwendungsgebiete ist sicherlich das Abfangen von Pegelspitzen, die im System übersteuern könnten. Meist kommt der Limiter am Ende der Signalkette zum Einsatz. Weiterhin kann man den Limiter dafür verwenden um ein Signal auf eine gewüntschte Maximallautstärke zu begrenzen. Möchte man z.B. dass eine Keyboardfläche nie lauter als -9db wird, kann man das mit einem Limiter problemlos realisieren.

Die verschiedenen Mikrofontypen und deren Vor-und Nachteile

In diesem Beitrag möchte ich die gängigsten Mikrofontypen und ihre grundlegensten Eigenschaften erklären. Wer sich tatsächlich überlegt ein kleines Tonstudio mit richtigem Aufnahmeraum, optimalen akustischen Bedingungen und verschiedenen Mikrofontypen für verschiedene Aufnahmesituationen einzurichten und dafür auch die finanziellen Mittel zur Verfügung hat ( P.S.:Ich beneide dich ;-p, denn ich hab sie nicht) der sollte die einzelnen Mikrofontypen und deren technischen Aufbau zumindest etwas Bescheid wissen.

Kurz zu Beginn: Wie funktioniert eigentlich ein Mikrofon?

Mikrofone wandeln Schallschwingungen in elektronische Wechselspannung um. Dies erfolgt in zwei Stufen: Zunächst wird eine Membran von der auftreffenden Luft zum Schwingen angeregt, anschließend wird diese Schwingung in elektrische Schwingungen umgewandelt. Diese Prinzip der Umwandlung in elektrische Schwingungen nennt man übrigens Empfängerprinzip.Aber genug von dem technischen Gequatsche, gehen wir zu den einzelnen Mikrofontypen:

 

1. Dynamische Tauchspulenmikrofone

Tauschspulenmikrofone benötigen keine externe Versorgungspannung, sind robust und können hohen Schalldruck verarbeiten. Diese Mikrofone klingen häufig weniger blillant als Kondensatormikrofone.

 
 Vorteile:
  •  robust
  • meist preiswert
  • benötigen keine Versorgungsspannung
  • haben einen hohen Grenzschalldruck

Nachteile:

  • schlechteres Impulsverhalten
  • nicht so linearer Frequenzgang

 

 

2. Kondensatormikrofone

Kondensatormikrofone liefern eine natürliche und transparente Wiedergabequalität.  Die Membran ihres Wandlers ist eine elektrisch leitende Folie, die als Elektrode in geringemAbstand zur gegenelektrode angebracht ist. Auftreffender Schalldruck verursacht Schwingungen in der Membra, wodurch sich der Abstand zwischen Elektrode und Gegenelektrode im Rhythmus der Musik verändert. Diese beiden Elektroden benötigen eine externe Versorgungsspannung. Diese sogenannte Phantomspeisung wird meist über das Mischpult geliefert.

Vorteile:

  • linearer Frequenzgang
  • gutes Impulsverhalten
  • nuatürlicher Klang
  • hohe Empfindlichkeit

Nachteile:

  • meist recht teuer
  • benötigen Phantomspannung
  • Grenzschalldruck ist recht gering
  • weniger robust als dynamische Mikrofone

 

3.Bändchenmikrofone

Bänchenmikrofone sind eine besondere Form in der Gruppe der dynamischen Mikrofone. Die Membran besteht aus wenigen Milimeter breiten Aluminiumbändchen. Diese Bändchen bewegen sich zwischen den Polen eines Magneten. Durch diese Bewegung wird in dieses Band eine Spannung induziert. Das sehr geringe Gewicht das Bändchens ermöglicht es dem Mikrofon sehr schnellen Impulen zu folgen, dadurch kann es eine sehr neutrale impulsgetreue Wiedergabe liefern. Der Nachteil hierbeit ist, dass diese Mikrofone sehr Empfindlich auf hohen Schalldruck reagieren.

 Vorteile:
  • gutes Impulsverhalten
  • linearer Frequenzgang
 Nachteile:
  • empfindlich auf Poppgeräusche und hohen Schalldruck
  • empfindlich gegen mechanische Einwirkungen

 

 

10 Möglichkeiten deinen Song auf Schwachstellen zu überprüfen

Da es bei uns Homerecordern oft der Fall ist, dass wir Songriter; Musiker, Produzent, Mischer und Mastering Engineer in einem sind möchte ich in diesem Blog auch regelmäßig auf das Thema Songwriting eingehen. Songwriting, ein gutes Arrangement und ein guter Mix hängen nämlich unweigerlich miteinander zusammen.

Mir geht es oft so, dass ich einen Song geschrieben habe, womöglich auch noch die Lyrics dazu und irgendwann, wenn ich lange daran gearbeitet habe, bin ich mir nach der anfänglichen Euphorie nicht mehr ganz sicher, ob es wirklich ein guter Song ist. Deswegen hier ein paar Fragen die ihr euch in Bezug auf euren Song stellen solltet und durch die ihr Schwachstellen entlarven könnt:

1. Hat dein Song, auf den Text bezogen, eine starke Eröffnungszeile?

Die erste Textzeile eines Songs ist die erste und auch beste Möglichkeit deinen Zuhörer auf die Geschichte, die du erzählen willst  neugierig zu machen. Mit dieser ersten Textzeile kannst du einleiten wohin, mit wem und auch wie die Story sich zusammensetzen wird. In Zeiten, in denen Hörer nach ein paar Sekunden gelangweilt sind und wegklicken ein unheimlich wichtige Sache

2. Arbeitest du mit einer bildhaften Sprache?

Der beste Weg deine Zuhörer zu fesseln ist, bildhafte Sprache zu benutzen. Starke oder auch ungewöhnliche Bilder regen die Fantasie des Hörers an und bleiben hängen. Haupsächlich sollten diese Bilde in den Versen erzegt werden, den Refrains sind für die klare Kernaussage des Songs vorbehalten.

3. Ist dein Songtext singbar?

Leider reicht es beim Songwriting niht eine spannende Geschichte zu erzählen, die Textzeilen müssen auch gut über die Songphrasen passen und möglichste einfach mitzusingen und einprägsam sein sein. Wenn Wörter auf die falsche Silbe betont werden oder nicht richtig in die Melodierhythmik passen merkt das der Zuhörer sofort. Vielleicht ist es euch schon aufgefallen, das Wort “Liebe” kommt wesentlich öfter in einem Song vor als das Wort “Abstimmungsbekanntmachung”.

4. Wieviel Potenzial hat deine Hookline?

Als Hookline wird der Hauptaussagepunkt des Songs auch was die Melodie betrifft gemeint, also im Prinzip die wichtigste Zeile eines Songs, die den Ohrwurmcharakter hat und sich im Gehörgang des Zuhörers festsetzen soll. Oft ist übrigens die Hookline eines Songs gleichzeitig auch ihr Titel

5. Hat der Refrain eine starke letzte Zeile?

Die letzte Zeile des Refrains ist oftmals auch die wichtigste des ganzen Songs. Es ist oft die Zeile, die den Zuhörer quasi zufriedenstellt und ihn die Message deines Songsverstehen lässt.

6. Hat der Song eine griffige Message und ist er in sich logisch?

Wenn man recht lange an einem Song arbeitet kann es vorkommen dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Wir arbeiten si intensiv an Formulierungen und Txtpassagen und versuchen desn Rhythmus des Textes an den Melodierhythmus anzupassen, dass die Grundidee des Songs irgendwann verloren geht. Bedenke, dass es für einen Zuhörer, der deinen Song zum ersten Mal hört, wesentlich schwieriger ist, die Quintessenz des Songs zu erfassen als für dich selbst, der du den Song schon tausendmall gehört hast.

7. Ist deine Songmelodie interessant?

Die Songmelodie ist meist das erste was der Zuhörer zu hören bekommt wenn ein Song beginnt, odt lange bevor der Sänger anfängt zu singen. Umso wichtiger ist es, dass diese Melodie möglichst Wiedererkennungswert hat und einmalig ist.

8. Setzt sich die Melodie des Refrains klar von der Melodie der Verse ab?

Die Melodie führt den Hörer durch den Song und zeigt ihm an wo es wichtig wird. Deswegen sollte die Refrainmelodie stark sein und sich auh deutlich von der Versmelodie absetzen, damit der Hörer bemerkt, dass jetzt eine wichtige Nachricht für ihn kommt.

9. Passt die Bridge in den Song?

Die Bridge hat innerhalb eines Songs die Aufgabe einen Moment zu kreieren, wo Arrangement und auch Text sich ein Stücke weit von Vers und Refrain wegbewegen und zusätzliche textliche oder musikalische Elemente eingebracht werden können um Abwechslung in den Song zu bringen. Ist die Bridge Vers oder Refrain zu ähnlich vertut man sich die Chance einen interessanten zusaätzlichen Part in seinen Song einzubauen. Die Bridge sollte sich also schon deutlich von den anderen Parts absetzen. Deutlich absetzen bedeutet hier aber nicht übertreiben, insgesamt sollte dieser Songpart schon zum Songarrangement insgesamt passen.

10. Hat deine Songmelodie den”Flow”

Die Melodie führt den Hörer durch die einzelnen Parts des Songs zu fürhen und somit auch die Aufgabe abwechslungsreich zu sein. Ein paar Wiederholungen sind “hooky”, haben Erkennungswert, ist die Melodie zu unbeweglich und enthält zu wenig Variationen wird es dem Hörer schnell langweilig. Außerdem sollte sie möglichst flüssig und natürlich durch dden Song führen in sich sauber in das Arrangement einpassen ( den “Flow” haben).

Seine eignenen Songs zu kritisieren kostst viel Zeit und kann manchmal auch ein schmerzhafter, frustrierender Prozess sein. Wenn man allerdingsdas Beste aus seinen Songs herausholen oder kommerziell Erfolg haben will ist er unabdingbar. Allerdings sollte man mit der Kritik nicht zu früh beginnen. Wenn man eine tolle Textidee oder ein gutes Arrangement im Kopf hat, sollte man er man “alles rauslassen” und spontan den Gefühlen frien Lauf lassen. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, ist der richtige Zeitpunkt um “seinen Kritiker”

 mit ins Boot zu holen und den Song genauer zu analysieren.