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Klappe halten, runter schalten – Warum subtraktiver EQ deine erste Wahl sein sollte

Du hast sie bestimmt auch schon mal gehört oder gar selbst produziert. Grelle, laute Amateurmixe mit viel zu viel hochfrequenten Anteilen, Frequenzanhebungen im “Gieskannensoundfrequenzspektrum” um 400Hz und schüchterne Bässe ohne Druck, die sich am liebsten hinter dem Gesamtmix verstecken würden. Warum also beleidigen so viele Amateurproduktionen unsere Ohren? Diese Frage versuche ich im heutigen Tutorial zu beantworten:

Es gibt verschiedenene Gründe, der Hauptgrund aber ist: Falsche und zu gut gemeinte EQ-Bearbeitung

Die größten Fehler bei der Arbeit mit dem EQ

Der EQ ist, zusammen mit dem Kompressor, dein wichtigstes Werkzeug um einen großartigen Mix zu bekommen. Deswegen sind Fehler in der Frequenzbearbeitung auch einer der Hauptgründe für schlecht klingende Mixe. Aber was sind denn nun die größten Fehler, die man bei der Arbeit mit dem EQ machen kann?

Der erste und mit Sicherheit auch häufigste Fehler ist, dass zu viele Frequenzen zu stark angehoben werden. Besonders in den Höhen klingt das zunächst einmal besser und luftiger, allerdings musst du bedenken, dass du mit jeder Frequenzanhebung deinen Mix auch insgesamt lauter machst. Denn du hebst ja bestimmte Frequenzen um einige dB an. Machst du das bei zu vielen Spuren deines Mixes schaukelt sich die Lautstärke immer weiter auf. Das hat zur Folge dass du, um die Elemente in Balance zu halten immer krassere Anhebungen vornehmen musst um einen ausgewogenen Mix zu bekommen.

Allzu große Anhebungen verfälschen zudem den natürlichen Klang des Ausgangssignals. Gerade bei den Vocals kann das recht schnell zu einem sehr unnatürlichen Klang der Stimme führen.

Der zweite Hauptgrund für schwammige Mixe ist, dass zu sparsam mit dem Lowcut Filter umgegangen wird. Probiere einmal Folgendes: Nimm dir ein altes Mixprojekt von dir vor und beschneide alle Spuren außer  Bass-Drum und  Bass bei ca. 110Hz mit einem Lowcut Filter. Das Ergebnis wird dich erstaunen. Die Grundvorraussetzung für einen transparenten, aufgeräumten Mix ist, dass Bass und Bass Drum in den tiefen Frequenzen genug Platz haben sich zu entfalten. Wenn hier noch zu viel unnötiges Gerumpel anderer Instrumente vorhanden ist, maskieren diese eben jene wichtigen Rhythmus Instrumente.

Wie findest du aber Frequenzen, die Probleme verursachen und solche, die gut klingen?

Hierfür gibt es einen einfachen Trick: Lade dir einen EQ in deine Spur und hebe einen Frequenzbereich bei schmalbandig sehr hoch an. Dann fährst du mit dieser Kurve durch das gesamte Frequenzspektrum der betreffenden Spur. Durch die krasse Anhebung bekommst du recht schnell heraus welche Frequenzen der Spur angenehm klingen und welche  Probleme verursachen. Wenn du deine Problemfrequenzen herausgefunden hast, kannst du diese absenken. (Natürlich nicht mit so einer extremen Einstellung wie zuvor beschrieben). Eine Absenkung in 3dB Schritten kann für Anfänger ein grober Anhaltspunkt sein.

Grundsätzlich ist es also immer besser zuerst schlecht klingende Frequenzen abzusenken als gut klingende anzuheben. Somit bewahrst du den natürlichen Grundklang des Signals und nimmst zunächst nur unangenehm klingende oder störende Frequenzen heraus. Wenn du bei allen Spuren nach diesem Prinzip vorgehst erzählst du einen transparenten Mix ohne nervende Elemente, die die Ohren klingeln lassen. Außerdem machst du, wenn du nur sparsam mit Frequenzanhebungen arbeitest, deinen Mix nicht unnötig lauter oder greller.

Deswegen gilt grundsätzlich: Cut over boost!

Sei bei der Arbeit mit dem EQ sparsam mit Anhebungen und forme den perfekten Klang deiner Spuren eher durch strategisch kluges Absenken von Störfrequenzen. Somit bleibt der natürliche Grundklang deiner Instrumente und des Gesangs erhalten und du bekommst einen aufgeräumten, druckvollen Mix.

Was ist deine bevorzugte Herangehensweise bei der Arbeit mit dem EQ?

Drums abmischen mit System

Druckvolle Drums mit viel Power sind definitiv das Rückgrat jeder modernen Musikproduktion. Allerdings kann es, besonders wenn du noch nicht soviel Erfahrung beim Abmischen hast, zu einer echten Herausforderung werden dieses komplexe Instrument in den Griff zu bekommen. Da das Schlagzeug meistens über mehrere Mikrofone aufgenommen wird, kommt es öfter zu Phasenproblemen, die eigentlich gut aufgenommene Drums lasch und kraftlos klingen lassen, wenn diese Probleme nicht behoben werden.

Um Drums richtig gut abzumischen brauchst du ein System

Ob bei einem Soundcheck zum Livekonzert oder im Tonstudio, du hast es bestimmt schon einmal gehört, das altbekannte, nicht enden wollenden “BummBummBumm” beim Einstellen oder Abmischen der Bass Drum. Dieses nervtötende Gehämmer zieht sich dann endlos durch bis der Tontechniker oder Mischer alle Einzelinstrumente der Drums so abgemischt hat dass sie optimal klingen.

Die gute Nachricht ist: Es gibt eine Abkürzung für dieses nervtötende Prozedere. Es heißt Top-Down Mixing. Die Idee basiert darauf, dass du erst deinen Drumbus, die Overheads und die Raummikrofone abmischst, bevor du tatsächlich an die Einzelinstrumente gehst. Es ist oft erstaunlich wie gut man den Sound des gesamtem Drumkits schon verbessern kann, wenn man die richtigen Einstellungen im Drumbus vornimmt und sich genug Zeit dafür lässt. Das hat den großen Vorteil dass du dir insgesamt sehr viel Zeit sparst. Denn wenn du die Drumgruppe gewissenhaft bearbeitest, hast du schon einen wesentlich besseren Grundsound, wenn du dich danach an die einzelnen Drumspuren machst. Probier’s mal aus und ich garantiere dir, das Abmischen deiner Drums wird dir mit dieser Methode wesentlich einfacher fallen. Diese Methode zeige ich dir in diesem Video.

 

Auch die Toms wollen ordentlich abgemischt sein

Eine Frage, die mir Abonnenten oft gestellt haben ist, wie man einen richtig fetten Tomsound bekommt.  Hier gibt es einen Trick. Wenn die Toms nicht gerade grottenschlecht aufgenommen sind, kann man diese meist nach dem gleichen Prinzip bearbeiten. Dieses Prinzip basiert im Wesentlichen auf drei Arbeitsschritten (EQ, Kompression und ein passendes Reverb) , die, richtig angewandt,  zu 90% immer funktionieren und ein großartiges Ergebnis liefern.

 

Wenn nichts mehr hilft: Wechsel die Drumspuren aus

Es mag, insbesondere für den Künstler eine harte Entscheidung sein, aber manchmal hilft alles nichts. Wenn die Schlagzeugspuren qualitativ so schlecht aufgenommen sind dass auch die ausgefeiltesten Mixing Tricks nicht mehr weiterhelfen solltest du die Drumspuren auswechseln. Jede ordentliche DAW bietet ein Tool dafür an. In der Regel wird über einen Schwellwert die entsprechende Trommel herausgesucht, die ausgewechselt werden soll und dann durch ein besser klingendes Sample ersetzt.  Allerdings funktioniert das nur, wenn nicht zu viele Übersprechungen durch andere Instrumente des Schlagzeugs auf dem entsprechenden Mikrofon zu hören sind, da die Software die einzelnen Schläge sonst nicht mehr voneinander unterscheiden kann. Für solche Fälle gibt es sehr ausgefuchste, allerdings nicht ganz billige Spezialtools wie zum Beispiel Addictive Trigger von XLN Audio.

Das Schlagzeug gewissenhaft abzumischen ist essenziell für eine gute, moderne Musikproduktion. Auch wenn das Bearbeiten dieses komplexen Instruments besonders für Anfänger nicht immer ganz einfach ist, kannst du diese Aufgabe mit den oben vorgeschlagenen Techniken problemlos bewältigen.

Hast du selbst eine bestimmte Herangehensweise entwickelt wie du deine Drums abmischst? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Warum du teure Edel-Plugins nutzen solltest (und warum nicht)

Verbessern teure Signature Plugins deinen Mix?

Der Markt wird derzeit von (meist recht teuren) Signature Plugins überschwemmt. Bei Anbietern wie Toontrack (EZMix) oder Waves kannst du dir Plugins kaufen, mit denen du dir “den Sound der  Top-Musikproduzenten  direkt in deine DAW laden kannst”. Diese “Wunder-Plugins”, die nicht zwingend immer einen Signature Stempel haben müssen, sind meist sehr einfach zu bedienen und versprechen deinen Gitarren- oder Lead Vocal Sound quasi in sekundenschnelle auf internationales Top-Niveau zu katapultieren. In meinem neuen Youtube Video habe ich zum Beispiel einen automatischen Equalizer für 160€ angetestet:

Auf den ersten Blick ist das natürlich verlockend. Warum nicht mal eben den Gitarrensound von Chris Lord Alge (Bon Jovi, Green Day) oder die Vocal- Signalkette von Greg Wells (Katy Perry, Katie Melua) auf den eigenen Song anwenden?

Die Antwort ob das Sinn macht ist nicht ganz einfach und lautet deshalb: Jein. Es gibt, wie so oft, zwei Seiten der Medaille bei der Verwendung solcher “Ich-mache-deinen-Mix-sofort-besser”-Tools.

Zunächst einmal haben solche Plugins natürlich ein paar entscheidende Vorteile:

  • Ihre schnelle, intuitive Bedienung sorgt meist für recht gute Ergebnisse, auch wenn man vom Mixing nicht wirklich viel Ahnung hat
  • Du bekommst die Signalketten von einem Top-Mischer direkt in deinen Mixer und kannst aus vielen voreingestellten Presets auswählen
  • Du musst dich nicht mit kompliziertem technischen Kram herumschlagen und Parameter bedienen, die du nicht verstehst
  • Sie können für einen Kreativitätsschub sorgen, weil sie unter Umständen mal einen anderen Gitarrensound erzeugen als den, den du sonst immer hast

Doch es gibt natürlich auch Nachteile, die man bedenken sollte:

  • Solche Plugins sind oftmals recht teuer, weil ein bekannter Name dahinter steht
  • Der Klang dieser Tools entspricht dem Geschmack der Entwickler, aber nicht unbedingt deinem eigenen
  • Da du nicht wirklich weißt was hinter der edlen Oberfläche genau geschieht, ist es schwierig deinen individuellen Sound zu formen
  • Wenn deine Spuren schlecht aufgenommen sind oder das Arrangement deines Songs nicht gut ist, werden dir auch diese “Wunderwaffen” nicht helfen können
  • Außerdem besteht die Gefahr, dass irgendwann alle Akustikgitarren verschiedener Künstler gleich klingen, weil sie die gleiche Signalkette verwenden 😉

 

Und dann gibt es natürlich noch die entscheidende Frage: Beschummelst du eigentlich nicht wenn du solche Tools nutzt? 

Ich würde sagen: Nein. Wenn es Möglichkeiten gibt, die dir das Leben mit deinen Musikproduktionen erleichtern, warum solltest du sie nicht nutzen? Die viel entscheidendere Frage ist doch:

Helfen dir diese Plugins dabei Deine Titel so zu mischen, dass Du mit dem Endergebnis zufrieden bist?

Und damit sind wir doch schon bei der Beantwortung der Eingangsfrage. Wenn du mit solchen Plugins in der Lage bist einen tollen Titel abzumischen, dann benutze sie! Wenn sie dir aber nicht den Sound erzeugen können, den Du in deinem Kopf hast, dann bau dir deinen Signalketten aus EQ, Kompressor, Lieblingshall-und Delay lieber selbst zusammen. Denn damit hast du wesentlich mehr individuelle Einstellungsmöglichkeiten und kannst an deinem eigenen Sound formen.

Benutzt du selbst schon Signature Plugins und wie kommst du mit ihnen zurecht?

 

 

 

Die bittere Wahrheit über Aufnahmen im Homerecording Studio

In diesem Artikel will ich dir zeigen warum es in professioneller Aufnahme- und Abhörumgebung wesentlich einfacher ist Musikproduktionen zu machen und wie du trotzdem das Beste aus deinen Homerecording Aufnahmen herausholen kannst.

Geht es dir oft auch so? Du schaust dir ein Video Tutorial eines Top Mischers an und bist fasziniert mit welcher Leichtigkeit er einen Song mischst? Wie er ausgefuchste Effekte auf seine Vocals einsetzt, dass sie fantastisch klingen und innerhalb von Minuten einen transparenten, druckvollen Drumsound zaubert?

Und wenn du dich dann hochmotiviert an dein eigenes Projekt setzt klappt es auf einmal nicht so gut mit dem Abmischen, weil die Vocals dumpf klingen oder viel Raumanteil haben und du mit viel Verstärkerrauschen oder Knacksen auf den Gitarrenaufnahmen zu kämpfen hast?

Und was bei dem Top Mischer einfach und aussah und scheinbar mühelos funktioniert hat will bei dir einfach nicht klappen weil du viel Zeit darauf verwenden musst deine Audiospuren ordentlich aufzubereiten?

Bleib locker, das geht vielen anderen in ihren Projektstudios genauso. Der internationale Top Mischer hat gegenüber dir nämlich ein paar entscheidende Vorteile:

  • Er kann mit Spuren arbeiten, die in perfekt eingerichteten Aufnahmeräumen entstanden sind
  • Top-Musiker haben die Spuren mit wenig Fehlern oder Timingschwankungen eingespielt
  • Die Songs, die er abmischt sind von vorne herein schon gut arrangiert
  • Er kann in einer professionellen Abhörumgebung arbeiten

All das sind Voraussetzungen, die du in deinem kleinen Homestudio nicht hast. Von daher hast du wesentlich schwierigere Vorraussetzungen um einen Top-Mix hinzubekommen.

Aber es gibt Mittel und Wege um deine Grundvoraussetzungen zu verbessern ohne viel Geld dafür ausgeben zu müssen. Diese möchte ich dir im Folgenden aufzeigen:

 

  • Verbessere deine Abhörumgebung so gut wie möglich
    Es ist sehr schwer ein kleines Arbeitszimmer oder einen Hobbyraum akustisch in einen perfekten Abhörraum umzuwandeln. Du kannst aber zumindest darauf achten dass du den Klang so gut wie möglich trocken bekommst. Hierbei hilft es oftmals schon glatte, stark reflektierende Flächen wie Fenster oder Wände mit einer Decke abzuhängen.
  • Höre dein Projekt möglichst leise ab
    Im Homestudio wird oft der Fehler gemacht dass zu laut abgehört wird. Das Problem dabei ist, dass dein Raum dich anlügt. Du wirst versuchen deinen Mix so anzupassen dass er (in deinem schlecht optimierten) Raum gut klingt. Die Chance dass dein Mix dann auf einer anderen Abhörquelle auseinanderfällt ist somit groß. Versuche also immer in moderater Lautstärke zu mischen. Denn je leiser du deinen Mix abhörst, desto weniger Raumanteile hörst du. Misch auch immer wieder mal mit Kopfhörer. Der hat den Vorteil, dass er die Raumanteile komplett eliminiert und du deinen Mix tatsächlich auch mal trocken abhören kannst.
  • Verwende viel Zeit auf das Editing
    Beim Homerecording haben wir es oft mit Spuren zu tun, die nicht unter optimalen Aufnahmebedingungen eingespielt wurden. Umso wichtiger ist es deshalb, deine Spuren sauber zu editieren. Höre dir also alle Spuren einzelnen und prüfe wo es Probleme gibt. Wichtig ist hierbei insbesondere die Vocalspuren richtig zu editieren und unerwünschte Nebengeräusche zu eliminieren.
  • Überprüfe dein Projekt auf Timingprobleme
    Nur wenige Mischer im Homerecording Bereich haben Spuren vorliegen, die von Top-Musikern eingespielt worden sind. Viel eher kommt es vor, dass hier und da ein Instrument etwas wacklig eingespielt ist und vor, beziehungsweise nach dem Groove spielt. Deswegen solltest du Timingprobleme korrigieren, denn diese entscheiden unter anderem ob dein Mix nachher tight und knackig klingt oder ob der ganze Song wackelt wie ein Kuhschwanz und keinen richtigen Druck hat.
  • Wenn nichts mehr zu retten ist: Tausche unbrauchbare Spuren aus
    Teilweise kommt es auch vor dass eine Spur schlichtweg unbrauchbar ist. Das kann  der Fall sein wenn die einzelnen Mikrofone bei der Drum Aufnahme zu viel Übersprechenden haben. Hast du beispielsweise eine Snare Drum Spur auf der viel zu viel Hi-Hat oder andere Instrumente mit aufgenommen wurden kann es sein dass du sie einfach nicht ordentlich mischen kannst oder unfassbare Verrenkungen über den EQ vornehmen musst nur um am Ende trotzdem ein unbefriedigendes Ergebnis zu haben. In diesem Fall ist es besser die Snare Drum gegen ein Sample auszutauschen oder zumindest ein hochwertiges Sample dazu zu mischen. Das kann allerdings eine heikle Angelegenheit werden. Was du dabei beachten musst und wie es funktionieren kann zeige ich dir im heutigen Video:

Deine Sprachaufnahme für Podcasts optimal einstellen

Sprachaufnahmen sind im Prinzip ähnlich wie Gesangsaufnahmen zu bearbeiten, allerdings gibt es ein paar kleine Unterschiede. In meinem aktuellen Tutorial zeige ich dir, wie du deine Sprachaufnahme optimal bearbeiten kannst.

Ganz entscheidend dafür wie die Aufnahme klingt ist natürlich deine eigene Sprachperformance. Du solltest beim Einsprechen so gut wie möglich darauf achten, dass du große Lautstärkeschwankungen möglichst vermeidest, recht nah am Mikrofon einsprichst und flüssig redest.

Es ist natürlich von Vorteil ein möglichst hochwertiges Mikrofon zu benutzen, dass deine Stimme schon ohne Bearbeitung möglichst naturgetreu aufzeichnet.

Im folgenden zeige ich dir kurz die einzelnen Bearbeitungsschritte, die ich selbst an meinen Sprachaufnahmen vornehme:

  • Als Erstes bearbeitet du deine Stimme aus besten mit einem EQ. Senke unangenehm erscheinende Frequenzen ab und setze einen Lowcut Filter. Oftmals verhilft eine Anhebung der Frequenzen um die 3000Hz die Sprachverständlichkeit deutlich zu erhöhen
  • Wenn du viele Hintergrundgeräusche hast, solltest du jetzt ein Noise Gate einsetzen und so einstellen dass es dann schließt wenn du eine Pause machst. Wenn du es einfacher haben möchtest empfehle ich dir den Noise Surpressor von Waves. Mit diesem Tool kannst du über einen einzigen Schieberegler die Hintegrundgeräusche sehr schnell finden und leiser machen
  • Anschließend hilft Kompression Lautstärkeunterschiede deiner Performance auszubügeln. Grundsätzlich gilt, dass man gesprochene Stimmen mit dem Kompressor etwas härter rannehmen kann als gesungene Stimmen
  • Zum Schluss solltest du noch darauf achten dass deine Sprachaufnahme auch laut genug ist. Viele Podcasts werden auf mobilen Geräten angehört. Diese haben oftmals keine große Wiedergabelautstärke und werden zum Anhören draußen oder im Auto benutzt, wo die Umgebungsgeräusche recht laut sind.

Möchtest du deinem Video Hintergrundmusik hinzufügen und diese automatisch leiser werden lassen wenn du sprichst, kannst du das über die sogenannte Sidechain Technik erreichen. Hierbei setzt du einen Kompressor auf die Audiospur der Hintergrundmusik ein. Diesen Kompressor steuerst du nun per Sidechain durch die Sprachaufnahme. Das heißt die Musik wird immer dann leiser wenn du sprichst und regelt wieder in die Originallautstärke zurück wenn du Pausen machst. Wie das genau funktioniert zeige ich dir ebenfalls im heutigen Tutorial: