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Täuschend echte E-Bass Samples für deine Musikproduktion!

Wen du hauptsächlich alleine in deinem Homestudio arbeitest kann es sich lohnen etwas Geld in hochwertige virtuelle Instrumente zu stecken. Denn oft ist es frustrierend im den On Board Instrumenten deiner DAW zu arbeiten, da diese einfach nicht gut, beziehungsweise allzu sehr nach MIDI Instrument oder Tanzmusik klingen.

Hier können dir hochwertige Samples virtueller Instrumente eine große Hilfe sein. Virtuelle Instrumente bieten dir zunächst drei große Vorteile:

  • Du sparst dir das Geld für einen teueren Studiomusiker, den du sonst buchen müsstest
  • Du brauchst keine professionelle Aufnahmeumgebung wie ein teueres Tonstudio oder hochwertige Mikrofone über die du das Instrument abnehmen müsstest
  • Du sparst dir anstrengende und zum Teil anstrengende Aufnahmesessions und die nervige Terminfindung für einen Aufnahmetag und kannst direkt loslegen
Voraussetzung hierfür ist natürlich dass du etwas Piano oder Keyboard spielen kannst, aber keine Angst, du musst kein Virtuose sein. Da es  sich bei virtuellen Instrumenten um MIDI Instrumente handelt, kannst du deine Performance entweder wesentlich langsamer als das Originaltempo einspielen und du kannst die aufgenommen MIDI Events später auch bequem im Piano Roll Editor nachbearbeiten.
Die meisten virtuellen MIDI Instrumente klingen auch so: Nach “MIDI”
Der Hauptunterschied zwischen deinen On Board Midi Instrumenten und ihren wesentlich hochwertigeren (und natürlich auch teureren) Pendants ist, dass diese über wesentlich mehr Samples und realistischeren Artikulationsmöglichkeiten verfügen. Ein einfacher MIDI E-Bass, den so gut wie jede DAW mit an Bord hat verfügt beispielsweise über nur ein Sample pro Ton. Ein aufwändiger gesampelter E-Bass verfügt über mehrere Samples pro Ton und diese werden dann auch noch mit verschiedenen Fingern aufgenommen, da ein echter Bassist ja nicht nur mit einem Finger spielt. Zusätzlich kann man bei hochwertiger gesampelten Gitarren oder Bässen, zumeist über Funktionstasten, auch Slides und Trills erzeugen.
Für ein noch realistischeres Sounderlebnis werden meist auch noch die Release Geräusche gesampelt, also die Geräusche, die entstehen wenn die Saite nach dem Loslassen wieder gegen den Bund schlägt. Diese Mehrarbeit beim Recording hat natürlich auch ihren Preis. Realistisch gesampelte E-Gitarren und Bässe von Native Instruments bewegen sich beispielweise bei um die 100€ pro Instrument. Rechnet man  aber die Zeitersparnis und die Kosten für einen Studio Bassisten oder Gitarristen heraus, ist das eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich natürlich auch die Nachteile bei der Arbeit mit virtuellen Instrumenten. Spielst du alles selbst ein läufst du schnell Gefahr zu sehr “im eigenen Saft zu schmoren” und die Objektivität für deine Arbeit zu verlieren. Der Austausch mit echten Musikern und deren konstruktive kritische Meinung sind bei der kreativen Arbeit beim Songwriting viel wert und können dir neue Impulse geben wenn du mal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst.
Deswegen ist es am Besten auf eine gesunde Mischung zu achten, das heißt virtuelle Instrumente sinnvoll einzusetzten aber immer auch wieder mit anderen Musikern zusammen zu arbeiten, damit deine Produktionen frisch bleiben und von anderen anderen kreativen Einflüssen profitieren. Sehr fruchbar können auch Songwriting Teams sein. Wenn du deine Arbeit konstruktiv kritisch von anderen beleuchten lässt profitierst du von unabhängigen Meinungen zu deinem Song und lernst auch selber neue oder andere Ansätze beim Songwriting, die dich selbst weiterbringen können.

Hier geht`s zum Video über den MM Bass von Scarbee, ein liebevoll gesampelter Funk Bass aus den 70ern. Ich zeige dir die vielfältigen Artikulationsmöglichkeiten dieses Instruments und wie du es in einer echten Produktion einsetzen kannst:

Die Frequenzbereiche und ihre Eigenschaften

Heute möchte ich über die sechs verschiedenen Freuqnzbereiche schreiben, die wir im Tonstudio unterscheiden Diese Bereiche und ihre Klangeigenschaften zu kennen ist essentiell, wenn man gute Musikmischungen fabrizieren möchte. So weiß man schnell wenn z.B. Wenn ein Mix matschig, dröhnig, dünn oder anstrengend grell klingt, in welchem Frequnezbereich man suchen muss um den Fehler zu beheben.

Die sechs verschiedenen Frequenzbereiche sind: Sub-Bass, Bass, Tiefmitten, Hochmitten, Höhen (und Präsenzen)

Nachfolgend erläutere ich kurz die einzelnen Bereiche:

Der Sub-Bass Bereich: Der Sub-Bass Bereich umfasst das untere Ende unseres Hörbereichs. Töne in diesem Bereich werden mehr gefühlt oder wahrgenommen als dass sie tatsächlich gehört werden. Das menschliche Ohr reagiert auf diesen Bereich sehr sensibel.. Die Frequenzen vermitteln uns in diesem Bereich meist ein Gefühl von Größe und Stärke, das hängt auch mit unseren unbewussten Assoziation von Gefahrensituationen zusammen. Oft arbeitet z.B. die Filmindustrie mit dieser psychoakkustischen Wirkung, um uns mit gezielten Sub-Bass Effekten in Angst und Schrecken zu versetzen. (Schon mal die Schritte King Kongs im Kinosaal gehört? :D)

Der Bass-Bereich: In diesem Bereich finden sich meist die Grundtöne zu Akkorden eines Songs. Mixe, denen es an Bassfrequenzen fehlt klingen meistens dünn. Bassfrequenzen haben sehr viel Energie und müssen, um von unserem Ohr wahrgenommen zu werden deutlich lauter sein als z.B. mittige Frequenzen. Im übrigen sind Bassfrequenzen für unser Ohr nur sehr schwer lokalisierbar.

Der Tief-Mitten Bereich: Hier finden wir wichtigste harmonischen Klänge, die oftmals den Klangcharacter und die Klangfarbe eines Instrumentes definieren. Viele Instrumente entwickeln über diese Frequenzen ihre Fülle und Wärme. Nehmen die Tiefmitten im Gesamtmix allerdings überhnad, entseht der berühmte, undefinierte Klangmatsch Im Tiefmitten-Bereich haben die meisten Instrumente Frequenzanteile, deswegen sollte man hier bei der Musikproduktion ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass dieser Bereich möglichst nicht zu überladen klingt

Der Hoch-Mitten Bereich: Im Hoch-Mitten Bereich finden wir die Frequentanteile, die einen Mix klarer und transparenter machen können. Zuviel des Guten in diesem Bereich läst die Mischung blechern oder näseln klingen, fehlen diesen Frequenzen empfinden wir den Mix als dampf. Vorzugasweise E-Gitarren und Snares entwickeln hier ihre chararkteristischen Sounds. Präsenz Der Name ist Programm. Mit den Präsenz-Frequenzen kann man die Signale einzelner Intrumente näher und eindrucksvoller (“in the face”) getalten. Auch für den Klang der menschlichen Stimme ist dieser Bereich von bedeutung. Zuviel davon “klingelt” förmlich in den Ohren, wirkt scharf und blechern.

Der Höhen-Bereich: Dieser Frequnezbereich umfasst ausschließlich Obertöne und Geräuschanteile akustischer Signale. Instrumente, die in diesem Bereich stark vertreten sind, sind beispielsweise Becken, Blasgeräuschen von Blechbläsern oder Anstrichgeräusche von Streichern. Ebenfalls hier beheimatet sind die geräuschhaften Laute wie S,sch,z,f und h. Die Höhen können einem Mix oder Signal Brillanz und Luftigkeit (“air”) vermitteln. Deswegen ist hier auch die Gafahr relativ hoch zuviel dieser Frequenzen anzuheben. Ein Mix mit zuvielen Höhen, wirkt auf uns anstrengend und lässt das Ohr schnell ermüden.

In diesem Video erläutere ich die sechs Frequenzbereiche am praktischen Beispiel:

EQ für Lead Vocals in 3 einfachen Schritten perfekt einstellen

Ist die Arbeit mit dem Equalizer verwirrend  für dich? Sitzt du oft vor deinem Projekt und sweepst durch die verschiedenen Frequenzbänder einer Spur und bist dir total unsicher welche Frequenzen dun anheben oder absenken solltest?

Dann geht es dir wie vielen anderen beim Mixing auch. Nach meiner Erfahrung ist die Arbeit mit dem EQ für viele der größte Pferdefuss im ganzen Mixingprozess überhaupt. Dennoch ist er einer der wichtigsten Arbeitsschritte, wenn nicht sogar der wichtigste überhaupt. Die Arbeit mit dem Equalizer kann maßgeblich entscheidend dafür sein ob dein Mix nachher gut oder eben schlecht klingt. Insbesondere bei den Leadvocals solltest du mit dem EQ sehr sorgfältig umgehen.

Um dir die Arbeit hier etwas einfacher zu machen möchte ich dir heute ein einfaches 3-Schritt System zeigen, mit dem du deinen Vocalsound mittels EQ wesentlich verbessern kannst.

Warum ist die EQ Bearbeitung bei Vocals besonders wichtig?

Wenn du deine Vocals mit EQ bearbeitest solltest du vor allem ein Ziel im Kopf haben: Den natürlichen Klang der Stimme bestmöglich darzustellen und zu unterstützen. (Es sei denn du machst einen EDM Song, bei dem du die Stimme absichtlich künstlich klingen lassen willst).

Natürlich könnte man jetzt sagen: “Okay dann bearbeite ich die Stimme gar nicht, dann ist sie am natürlichsten”. Stimmt nicht ganz. Denn sowohl das Mikrofon als auch der Raum in dem der Gesang aufgenommen wurde beeinflussen die Klangcharakteristik der Stimme maßgeblich.

Deswegen solltest du beim Vocal-EQing versuchen unangenehme Raumanteile und über- oder unterproportional abgebildete Frequenzeigenschaften des betreffendes Mikrofone möglichst herauszufiltern oder wieder reinzuholen. Hast du bei den Gesang in einem klanglich perfekt ausgestatteten Raum und mit einem hochwertigen Mikrofon aufgenommen erleichtert das die Sache natürlich ungemein :-).

Das perfekte 3-Schritt System

Im folgenden möchte ich dir meine 3-Schritt-Methode zeigen, mit der ich meine Vocals immer bearbeite und mit der du in den meisten Fällen sehr gute Ergebnisse erzielen wirst:

 

  • Schritt 1: Setze einen LowCut Filter: Wenn du einen LowCut Filter bei  ca. 110 Hz setzt eliminierst du unnötige Trittschall- oder Bewegungsgeräusche, die der Sänger in der Gesangskabine macht. Außerdem filterst du so unnötige dumpfe Frequenzen oder Atmer heraus die für den Klangcharakter der Stimme keine wichtige Rolle spielen.
  • Schritt 2: Hebe die Höhen mit einem Shelf Filter ab ca. 7kHz leicht an: Damit kannst du deinem Gesang mehr samtigen, edlen Glanz verleihen, der in den meisten Fällen als sehr angenehm wahrgenommen wird.
  • Schritt 3: Sweepe mit einem recht hoch eingestellten Glockenfilter mit geringer Filtergüte durch die restlichen Frequenzbänder und suche nach Frequenzen, die unangenehm oder störend klingen. Diese senkst du dann wiederum mit einem schmalbandigen Glockenfilter ab (3dB ist hier ein grober Richtwert)

Natürlich ist jede Stimme individuell und muss deswegen auch individuell bearbeitet werden. Manchmal wird eine Anhebung in den Höhen gar nicht notwendig sein oder es gibt keine störenden Frequenzen, die du absenken musst. Dennoch sparst du dir viel Zeit wenn du beim Mischen systematisch vorgehst. Diese 3 Schritte sollten dir zumindest als sehr guter Startpunkt für weitere Feineinstellungen geben.

Im folgenden Video zeige ich dir dieses Prinzip am praktischen Beispiel:

In welchen Arbeitsschritten stellst du deinen EQ ein? Hast du eine bestimmte Vorgehensweise?

Panorama – ein oft unterbewertetes Stilmittel

Um zu verstehen was Panorama in der Musikproduktion eigentlich genau bedeutet sollte man sich erst einmal klar machen, dass unsere gute alte Stereoanlage uns einen Song räumlich darstellt. Über das Panning können wir entscheiden wo wir ein einzelnes Element plazieren wollen. Doch Panning ist mehr als nur das. Cleveres (z.B. automatisiertes) Panning kann Spannung erzeugen und es kann helfen Instrumente, die sich, was die Frequenzen betrifft, ähnlich sind, gegenseitig aus dem Weg zu halten und so für mehr Klarheit im Mix zu sorgen.

Panning kann einem Mix auch zu mehr Größe, Breite oder Tiefe verhelfen. Aber was ist eigentlich richtiges Panning? Gibt es Regeln? Gibt es den einen richtigen Weg? Obwohl man meinen könnte, dass Panning von Song zu Song komplett neu bewertet werden sollte gibt es doch einige generelle Regeln in diesem Bereich, die man beachten kann. Stel dir z.B. eine Fimszene vor, in der sich gerade ein Unfall ereignet hat, ein Motorradfahrer ist frontal mit einem Auto zusammengestossen und von seinem Motorrad gestürzt. Stell dir vor die Kameraführung wäre so, dass ich die Kamera direkt hinter den Schaulustigen befände, du würdest nur die Hinterköpfe der Gaffer sehen, aber ättest keinen freien Blick auf die Unfallszenerie. Wäre es nicht besser der Regisseur würde die Schaulusten etwas nach links und rechts oder um den Unfall herum plazieren, damit der Zuschauer die wirklich wichtigen Dinge sehen kann? Klar, und das ist genau das, wa wir in einem Mix mit Panning machen.

Der Pan-Regler lässt den Sound engineer z.B. die Backing Vocals oder die Gitarren zur Seite bringen, damit wir freie Sicht, bzw. in unserem Fall freies Gehör auf die wichtige Szenerie ( Leadvocals, Instrumentalsolo) haben. Noch ein kleiner Tipp zum Panning in Dancu Music Produktionen: Hier ist es wichtig die für diesen Musikstil wichtigen Elemente wie z.B. kick, snare, hi-hat und cymbals nicht zu weit nach links oder rechts zu pannen. Diese Art von Musik wird meistens in Diskos oder dance clubs gespielt und wenn man hier ein wichtiges element zu weit im Stereofeld nach außen setzt, hört es die Hälfte der Leute auf der Tanzfläche gar nicht.

Gibt es eigentlich die perfekte Mischstrategie?

Ob sie sich dessen bewußt sind oder nicht, die meisten großen Audio Engineers haben in der Art und Weise wie sie an einen Mix herangehen eine gewisse Methodik entwickelt. Und obwohl diese Methode in Bezug auf den Künstler, die Band oder das Musikgenre etwas variieren kann, die Methodik bleibt meist die gleiche. Grob kann man diese Strategie in zwei Teile teilen:

Teil 1: Wenn ihr euch die einzelnen Spuren eines Multitrack Projektes anschaut solltet ihr, BEVOR ihr anfangt zu Mischen diese drei entscheidenden Punkte durchgehen: – Sich klar machen in welche Richtung (Genre) der Song gehen soll -Das wichtigste Element des Songs (Gesang oder Instrument) heraussuchen und es (durch Volume, Panning, EQ oder Kompression) hervorheben – Den Groove des Songs (Funky, rockig, popig, usw.) herausfinden und versuchen die entscheidenden Instrumente drum herum zu bauen.

Teil 2: Die drei Dimensionen groß, tief und breit Die meisten erfahrenen Mixer denken in diesen drei Dimensionen.”Groß, tief und breit”. Im Prinzip bedeutet das, dass man siecherstellen sollte, dass alle Frequenzen des Songs repräsentiert werden, dass man durch Hall und Delay eine nachvollzehbare Räumlichkeit erzeugt und dass man dem Mix eine gewisse Stereobreite gibt. Wie breit diese ist hängt sehr stark vom Genre und den Wünschen des Künstlers oder der Band ab. Zusammengefasst: – Die “Tiefe erreicht man durch Hall und Delayeffekte, und, während des Aufnahmevorgans , durch Raum-)Mikrofonierung, Overhead-Mikrofone und eventuell die Position in der der Musiker oder Sänger vor dem Mikrofon platziert ist. – Die “Breite” ereicht man vor allem durch das Panning, also der Verteilung der einzelnen Instrumente und Vocals im Stereofeld, das hat auch den Effekt, dassman nachher die einzelnen Elemete klarer hört und jedes seinen eigenen Platz im Mix hat. Beim Mischen spielne hier später evtl. auch noch Stereo Enhancer oder andere Effekte eine Rolle.

Um sicher zu gehen, dass alle wichtigene Frequenzen im Mix vertreten sind sollte man überprüfen ob sich die funkelnden, glitzernden Höhen in einer gesunden Balance zu den fetten, druckvolleren tieferen Frequenzen befinden. Oft bedeutet dies Fequenzen im Mitten Bereich heurauszufiltern ( Matsch). —-> Versuche in deinem Mix durch Volumen, Panning und sinnvolles Eq-ing Klarheit in der Form zu erzeugen, dass jedes Instrument in Hinsicht auf die drei oben genannten Bereiche seinen eigenen Platz im Mix hat.

Viele weitere Mixing Tipps und wie du beim Abmischen schneller und effizienter vorgehen kannst findest du auch in meinem eBook “speed mixing”.