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Wie du deine Songs modern klingen lässt

Top Mischer Dave Pensado hat einmal gesagt es sei wichtiger modern zu klingen als gut zu klingen.  Darüber kann man sich natürlich streiten, aber mit Sicherheit ist an dieser Aussage etwas dran. Insbesondere dann wenn du Musik produzieren möchtest, die eventuell auch die Chance hat viele Zuhörer zu erreichen und im Radio gespielt zu werden.

Zunächst einmal ist es wichtig zu definieren was “modern” eigentlich bedeutet. Vergleichst du die heutigen Top Charts mit den Hits vergangener Jahrzehnte wirst du schnell feststellen dass diese sich in mehreren Faktoren unterscheiden. Ein Top Hit von heute wird beispielsweise wesentlich lauter sein als ein Hit Song von 1983. Auch im Sound und Songaufbau lassen sich Unterschiede erkennen.

Gitarrensoli sind out

So waren ausufernde Gitarrensoli in Songs vor 20+ Jahren durchaus noch üblich. Hörst du dir aktuelle Hits an, wirst du meist vergeblich nach einem Gitarrensolo, oftmals auch nach einer Gitarre suchen. Viele moderne Pop Produktionen verzichten auch auf ein akustisches Schlagzeug und setzen eher auf programmierte E-Drums. Der Sound, beziehungsweise die Instrumentierung hat sich hier also entscheidend verändert. 

Ein weiteres Merkmal aktueller Hits ist auch der Songaufbau. In den 70er Jahren waren die Zuhörer noch bereit sich ein zehnminütiges Intro anzuhören, bevor der Sänger seine erste Zeile gesungen hatte. Ein Song dieser Länge hätte heute keine Chance mehr im Radio gespielt zu werden. Vielmehr ist die maximale Songlänge um im Radio gespielt zu werden heute sogar festgeschrieben und darf 3:30 Minuten nicht überschreiten. 

Wer moderne Songs noch genauer untersucht wird feststellen, dass es auch wesentlich schneller “zur Sache geht” . Das heißt der Chorus setzt wesentlich früher ein und oft wird auch auf den sogenannten “Lift” oder den “Pre-Chorus” verzichtet der den Chorus einleitet.  Ein moderner Chart Hit besteht meist aus einem kurzen, prägnanten Vers, einem Chorus mit einer sehr einprägsamen, starken Hookline und meist noch einem Zwischenteil oder einer Bridge um das Arrangement spannend zu halten. 

Alles geht schneller und ist lauter

Zusammenfassend kann man sagen: “Alles geht schneller und ist lauter”. Auch das Intro. Top Produzent Max Martin meint dass du heutzutage maximal acht (!) Sekunden hast, um den Zuhörer “an die Angel zu bekommen”. Wenn in diesen acht Sekunden nichts passiert, was den Zuhörer neugierig macht, schaltet er auf den nächsten Sender um. Du brauchst im Intro also sofort einen echten “Hinhörer”. Das wird oftmals über interessante Effekte oder Sounds erreicht.

Wie du dir so einen Sound basteln kannst zeige ich dir im aktuellen Video:

swrtr Administrator

Martin Wolfinger, songwriter, musicproducer & audioengineer.

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