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Kennst du deine DAW? Kluge Projektnavigation ermöglicht schnelleres Arbeiten

Kennst du alle Funktionen in deine DAW? Sicher nicht. Ist das schlimm? Nein, überhaupt nicht. Aber nur solange du die anderen 20% der Funktionen perfekt kennst, die du für deine Arbeit brauchst.

Effektives Arbeiten wird immer wichtiger

Ich hatte in meiner Zeit als Studiomusiker viel Zeit verschiedenen Audio Engineers über die Schulter zu schauen. Was mir dabei aufgefallen ist, ist dass viele, zumindest meiner Meinung nach, völlig ineffektiv und chaotisch arbeiten. Sie haben kein Prinzip, keine effiziente Methodik. Dadurch arbeiten sie wesentlich langsamer als sie eigentlich könnten. Und schnelles Arbeiten wird immer wichtiger, auch in der Tontechnik. Eine Methode, wie du deinen Workflow wirklich massiv verschnellern kannst, möchte ich dir heute vorstellen:

 

In jeder ordentlichen DAW kannst du  eigene Navigationsbefehle  festlegen

Schnell in deinem Projekt hin-und her navigieren zu können ist für Songwriter, Arrangeure und Mixing Engineers gleichwichtig. Jeder kennt die Situation, in der er eine bestimmte Stelle des Gitarrensolos wieder und wieder abhören, bzw. loopen möchte um an dieser Stelle zu arbeiten. Hier kann man mit regionbasierter Navigation schon viel erreichen. Du könntest dir z.B. einen Befehl erstellen, mit dem du ab dem Beginn einer markierten Region das Playback startest und dir diese bestimmte Stelle auch gleich automatisch loopen lässt. Lege dir also unbedingt eigene Navigationsbefehle fest und kenne sie. Du wirst feststellen wieviel schneller du dich auf einmal in deinem Projekt hin- und herbewegen kannst ohne umständlich mit der Maus oder irgendwelchen Zoom-Befehlen herum zu fummeln.

 

Projekt Marker sind eine echte Waffe

Ich selbst navigiere am liebsten über Marker. In so ziemlich allen Programmen zur Audiobearbeitung kannst du Marker für dein Projekt erstellen. Meist ist die Marker Zeile ganz oben im Arrangierfenster. Mit ihnen markierst du die einzelnen Songparts, wie z.B. Vers, Refrain, Zwischenteil, usw. Oft ist es möglich eigene Marker basierte Navigationsbefehle zu erstellen, das heißt du kannst dir Shortcuts festlegen, über die du zu bestimmten Songteilen springen kannst. Wenn du z.B. im ersten Vers bist, aber jetzt zur Bridge möchtest, springst du mit diesen Befehlen blitzschnell an den anderen Songpart. Du musst also nicht erst blind zu der gewünschten Stelle navigieren, wodurch du unendlich viel Zeit verlieren würdest.

Ich mag Marker deswegen so, weil man in den allermeisten Fällen tatsächlich einen bestimmten Songpart sucht oder bearbeiten will. Die Marker bringen dich somit blitzschnell ans Ziel. Noch ein Tipp, was Marker betrifft: Stell dein Projekttempo immer auf das Tempo ein, mit dem der Song tatsächlich aufgenommen wurde. Somit sitzen deine Marker sauber und taktgenau im Raster des Arrangierfensters.

Ein Video zum Thema gibt’s auf Youtube:

swrtr Administrator

Martin Wolfinger, songwriter, musicproducer & audioengineer.

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