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Das Arrangement, der erste Schritt zu einem guten Mix…

Ein guter Mix startet mit einem guten Arrangement, eine leider oft übersehene Tatsache. Ist das Arrangement gut mischt sich der Song im Prinzip sogar von alleine, denn die Musik sagt dir welche Entscheidungen du beim Mischen treffen sollst. Ein gutes Arrangement führt dich wie von selbst ans Ziel…

 Okay, aber was macht denn nun ein gutes Arrangement aus? 

Einen gut arrangierten Song erkennt man unter anderem daran, dass er für sich allein, also noch vor dem Mischen, schon gut funktioniert. Das bedeutet, dass der Song nicht mit zu vielen Instrumenten überladen ist, die um die Aufmerksamkeit des Zuhörers buhlen oder sich im gleichen Frequenzbereich bewegen. Ein guter Songwriter oder Arrangeur weiß das von vorneherein zu verhindern, in dem er beispielsweise sparsam instrumentiert (weniger ist oft mehr), nicht jedes Instrument zur gleichen Zeit pielen lässt, sondern die einzelnen Instrumente so in Szene setzt, dass jedes seinen Platz im Song hat.

Auch rhythmisch sollte nicht zuviel Unruhe entstehen, das kann beispielsweise bedeuten, dass Gitarre und Piano nicht beide zur gleichen Zeit rhythmisch anspruchsvolle Figuren spielen, sondern dass eine gezupfte Gitarre von einem Piano begleitet wird, das nur lang gehaltene Akkorde spielt. Somit kann man verhindern dass diese beiden Instrumente im Bezug auf den Rhythmus gegeineinander ankämpfen.

 

Ein gutes Arrangement sorgt auch für Abwechslung

Um beim vorherigen Beispiel zu bleiben könnte man beim zweiten Vers das Piano die rhythmischen Figuren spielen lassen während die Gitarre die Akkorden nur auf die vollen Zählzeiten anschlägt. Abwechlung bedeuet auch, dass immer wieder neue Elemente dazukommen, diedie Aufnerksamkeit des Hörers auf sich ziehen und ihn somit zum weiterhören animieren. Das kann z.b. eine neu hinzukommende Gitarre im zweiten Refrain, ein Schellenreif oder ein prägninter Sound sein. Abwechlung kann aber auch dadurch entsehen, das man ein Instrument schlichtweg mutet, z.B. den Bass am Anfang des zweiten Verses einfach für 4 Takte weglässt.

Jedes Instrument sollte seinen eigenen Platz im Frequenzbereich haben

Wie weiter oben schon erwähnt kann man auch schon beim Songwriting darauf achten, dass die Harmonieinstrumente nicht alle die gleichen Frequenzen belegen. So kann man z.b. das Piano seinen Part in einer höheren Lage spielen lassen und so im Frequenzbereich weiter unten mehr Platz für andere Instrumente zu machen. Meist haben sauber durcharrangierte Song auch eine tight zusammenspielende Rhythmus Sektion, d.h. Bass und Drums grooven gut miteinander und bilden ein sattes Fundament, auf dem man den Mix aufbauen kann.  Diese Tatsache ist übrigens essentiell; Fehlt ein saubers Fundament der Rhythmusgruppe, fliegt dir der Mix ziemlich sicher auseinander.

Übe mit deinen Lieblingssongs

Um sein Ohr dafür zu trainieren auf was es bei guten Arrangements ankommt, kann man sich ganz einfach gute Songs anhören und sich Notizen dazu machen.  Schreibt euch den Songablauf auf ( Intro, 1. Vers, Pre-Chorus, Chorus usw.) was in den einzelnen Parts passiert, welche Elemente hinzukommen, was ihr besonders interessant findet usw. Ich selbst mache das oft bei Songs, die mir gefallen und konnte mir dadurch schon viele Inspirationen holen und mein eigenes Songwriting verbessern.

swrtr Administrator

Martin Wolfinger, songwriter, musicproducer & audioengineer.

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